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Der Ehevertrag bzw. Scheidungsfolgenvertrag

Trennung 3

Was kann darin geregelt werden:

  • Die Aufteilung des Vermögens und die anschließende Vereinbarung der Gütertrennung. Das bedeutet, dass mit dem Abschluss eines solchen Vertrages jeder seines Glückes Schmied ist und bei einer Scheidung nichts mehr ausgeglichen werden muss. Hier kann auch geregelt werden, was mit einem in gemeinsamem Eigentum stehenden Haus /Eigentums-wohnung geschehen soll. Wer soll sie behalten? Was bekommt der andere dafür? Wer trägt die Schulden? Oder soll die Immobilie verkauft werden? Wer bekommt den Erlös?
  • Eheleute haben für die Kinder das gemeinsame Sorgerecht. Soll dies so bleiben?
  • Die Kinder leben nun bei einem der Ehegatten. Wann hat der andere Elternteil Umgang? Was ist mit Geburtstagen, Feiertagen, Urlaub?

  • Was soll mit dem Hausrat geschehen? Wer bekommt was? Und wer bekommt welches Auto?

  • Dann können schon die Folgen einer Scheidung geregelt werden. Diese sind:

    • Ehegattenunterhalt nach einer Scheidung (Wer zahlt wem wieviel und wie lange?) Oder wird gegenseitig auf Ehegattenunterhalt verzichtet?
    • Was soll mit dem Versorgungsausgleich geschehen. Das ist die Regelung, wie die Rentenanwartschaften aufgeteilt werden. Selbst wenn die Eheleute noch keine Rente beziehen, so haben sie schon etwas erworben, was wir Anwartschaften nennen. Diese können bis auf den Cent genau berechnet werden. Der Ausgleich erfolgt dann so, dass beide Eheleute für die Ehezeit die gleichen Rentenanwartschaften haben sollen. Wer also in der Ehe mehr erworben hat, muss abgeben. Der andere bekommt dies nun nicht direkt ausbezahlt, sondern es werden wieder Rentenanwartschaften begründet, und er bekommt davon erst etwas, wenn er die Rente bezieht.

ACHTUNG! WICHTIG! Bezieht einer der Eheleute bereits die Rente und müsste er etwas abgeben, dann verliert er diesen Betrag schon mit der Scheidung, auch wenn der andere erst in 20 Jahren in Rente geht. Hier verdienen die Rentenkassen an einer Scheidung. Umgekehrt kann ein Rentner seine Rente erhöhen, falls der andere Ehegatte ausgleichspflichtig ist und erst später in Rente geht.

  • Unterhalt für die Kinder.

  • Regelung über die Ehewohnung (Wer bleibt, wer geht, wer übernimmt den Mietvertrag oder soll gekündigt werden).

  • Teilung des Hausrates

  • Sonstiges nach den Bedürfnissen der Eheleute